Markt für motorisierter Zweiräder 2025

Markt motorisierter Zweiräder soll 2026 „wieder zweistellig wachsen“

Der Industrieverband Motorrad e.V. (IVM), bei dem zum bevorstehenden Monatswechsel Uwe Seitz als dessen neuer Hauptgeschäftsführer den in Ruhestand gehenden Reiner Brendicke ablöst, zieht Bilanz des Motorradjahres 2025, das überwiegend von den Nachwehen der Einführung der Euro-5+-Abgasnorm geprägt gewesen ist. „Sowohl die extrem hohen Zulassungszahlen im zweiten Halbjahr 2024 als auch der damit verbundene deutliche Rückgang im Jahr 2025 standen im direkten Zusammenhang mit dem Übergang der Standards Euro 5 zu Euro 5+ zum Jahreswechsel 2024/2025“, heißt es seitens des Verbandes mit Blick auf die als Folge dessen gegenüber 2024 im vergangenen Jahr stark eingebrochenen Neuzulassungszahlen motorisierter Zweiräder. „Die Fahrzeuganzahl zum Abbau der Lagerbestände sind in der EU leider stark limitiert, sodass es zwangsweise Ende 2024 noch zu einer hohen Zahl an Tages- und Kurzzeitzulassungen gekommen ist. Rein formell waren diese Fahrzeuge im Jahr 2025 für die Kunden dann Gebrauchtfahrzeuge und wurden bei der Zulassung auch so gezählt, obwohl der Tachostand meistens null Kilometer aufgewiesen hat“, wie der IVM ergänzend erklärt und zumindest für zulassungsfreie Kleinkrafträder ein beinahe fünfprozentiges Absatzplus auf etwas mehr als 15.500 berichten kann.
Angesichts eines nach Unternehmensangaben herausfordernden, von geopolitischen Unsicherheiten und einer schwachen Konjunktur geprägten Geschäftsjahres zeigt man sich bei der Würth-Gruppe mit dem 2025 erzielten Ergebnis „sehr zufrieden“ (Bild: Würth/ Marian Lenhard)

Umsatz der Würth-Gruppe erreicht 2025 neuen Rekordwert

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Gemäß vorläufigem Jahresabschluss hat die Würth-Gruppe 2025 bei einem auf Vorjahresniveau liegenden Betriebsergebnis (940 Millionen Euro vor Steuern) ihren Umsatz um 2,3 Prozent (währungsbereinigt: 3,2 Prozent) steigern können und mit 20,7 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert diesbezüglich erreicht. Davon hat das Unternehmen acht Milliarden Euro (plus 0,8 Prozent) in Deutschland erwirtschaftet, während die Gesellschaften im Ausland sogar um 3,3 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro zulegen konnten. Mit Blick auf das Kerngeschäft des Anbieters bzw. die fünf Würth-Divisionen Auto, Bau, Holz, Metall und Industrie wird für die zuerst genannte „eine positive Entwicklung“ berichtet. Sie wird als kompetenter Partner der Kfz-Werkstätten beschrieben, die Kunden Services und Systeme zur Optimierung innerbetriebliche Abläufe bietet, Pkw- und Nfz-Werkstätten in den Bereichen Diagnose, Klimaservice und Spezialwerkzeuge unterstützt sowie Lösungen für alternative Antriebssysteme und die zunehmende Digitalisierung im Automotive Aftersales in petto hat. Im Jahr 2024 hatte die Division Auto Verkaufserlöse in Höhe gut 2,3 Milliarden Euro zum damaligen Gesamtumsatz von knapp 10,9 Milliarden Euro aller fünf Würth-Kerngeschäftsfelder beigetragen.
Die Continental AG hat vorläufige Kennzahlen zum Geschäftsjahr 2025 vorgelegt und sieht ihre Prognosen damit bestätigt (Bild: NRZ/Arno Borchers)

Vorläufige Zahlen: Continental schafft 2025 mit Reifen 13,6 Prozent EBIT-Marge

Continental hat das letzte Quartal des alten Jahres sowie das gesamte Geschäftsjahr den Prognosen entsprechend abgeschlossen. Wie es dazu in einer Mitteilung des Unternehmens heißt, das seit dem Spin-off des Automotive-Bereichs im vergangenen Jahr nunmehr wieder Hersteller von Reifen und technischen Gummiartikeln ist, lag der Jahresumsatz 2025 den jetzt veröffentlichten vorläufigen Kennzahlen zufolge bei 19,7 Milliarden Euro und die bereinigte EBIT-Marge bei 10,2 Prozent. Der Unternehmensbereich Tires (Reifen) schloss das Jahr wiederum mit einem Umsatz von 13,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 13,9 Milliarden Euro) und einer EBIT-Marge von 13,6 Prozent (Vorjahr: 13,7 Prozent) ab. Zum vergangenen Geschäftsjahr trug der Bereich ContiTech außerdem sechs Milliarden Euro Umsatz bei, was wiederum einer EBIT-Marge von 4,9 Prozent entspricht.
Zwar sind die gewerblichen Reisemobilneuzulassungen laut CIVD 2025 um 9,7 Prozent zurückgegangen, die privaten aber um 7,2 Prozent gestiegen, sodass zumindest für sie letztlich ein Plus von einem Prozent unterm Strich steht, während für Caravans ein 13,4-prozentiges Minus berichtet wird (Bild: Pexels/Poručík Kuna Lama)

Caravaning-Branche startet mit Zuversicht ins neue Jahr

Selbst wenn der Caravaning-Industrieverband (CIVD) für das abgelaufene Jahr gut 94.100 neu zugelassene Freizeitfahrzeuge hierzulande bilanziert und damit ein Minus von 2,3 gegenüber 2024 und für Europa von 215.000 Stück (minus 2,6 Prozent) spricht, so blickt man eigenen Worten zufolge dennoch zuversichtlich auf das neue Jahr. „Die wichtigsten Branchenindikatoren zeigen, dass sich Industrie und Handel trotz aller Widrigkeiten insgesamt auf einem guten Weg befinden. Das grundlegende Interesse an Reisemobilen und Caravans, die gut besuchten Caravaning-Messen sowie ein weiterhin starkes Vermietgeschäft machen deutlich, dass die Attraktivität des mobilen Urlaubs ungebrochen ist“, begründet die Interessenvertretung ihren optimistischen Ausblick und ist trotz Neuzulassungsminus auch mit 2025 „sehr zufrieden“.
Der ab dem zweiten Quartal im Handel verfügbare „IceContact 8“ aus dem Hause Continental ist in verschiedenen Größen von 15 bis 22 Zoll erhältlich sowie sowohl für Elektro- und Hybridfahrzeuge als auch für Pkw und SUV mit Verbrennungsmotor geeignet, weswegen „EV-Kompatibel-Logo“ des Herstellers auf der Seitenwand trägt (Bild: Continental)

Twin-Spike-Technologie für Contis neuen „IceContact 8“

Während Continental für die kalte Jahreszeit in Mitteleuropa und damit auch Deutschland solche Profile wie der „WinterContact TS 870“, „WinterContact TS 870 P“ oder „WinterContact 8 S“ in seinem Lieferprogramm hat, stellt der Reifenhersteller mit dem „IceContact 8“ aktuell einen neuen Spikereifen vor, der speziell für extreme und raue Winterbedingungen in den skandinavischen Ländern entwickelt wurde. Ab dem zweiten Quartal kommt er in Größen von 15 bis 22 Zoll in den Handel. Dabei eigne sich das neue Modell laut dem Unternehmen sowohl für Elektro- und Hybridfahrzeuge als auch für Pkw und SUVs mit Verbrennungsmotor, weshalb seine Seitenwand das sogenannte „EV-Compatible“-Logo ziert. Konzipiert für maximale Traktion, soll der „IceContact 8“ bestmögliche Haftung mit hoher Langlebigkeit vereinen für – wie der Anbieter sagt – „zuverlässige Kontrolle auf vereisten und schneebedeckten Straßen“. Dafür haben seine Entwickler ihm die sogenannte Twin-Spike-Technologie spendiert. Sie kombiniert zwei unterschiedliche Typen von Spikes, um gezielt Beschleunigung, Bremsleistung und Handling zu optimieren.
Nabil De Marco war mehr als zwölf Jahre in verschiedenen leitenden Positionen bei Amazon in Europa und den USA tätig (Bild: AutoScout24)

AutoScout24 schafft CEO-Rolle für Europa: Nabil De Marco übernimmt

Die AutoScout24-Gruppe hat Nabil De Marco mit sofortiger Wirkung zum Chief Executive Officer Europe ernannt. In dieser Funktion ist er zuständig für die Leitung und strategische Weiterentwicklung des Geschäfts in Deutschland, Österreich, Italien, Belgien und den Niederlanden.
Firestone launcht fuer den US Markt neuen Firehawk INDY 500 V2 Ultra High Performance Sommerreifen fuer Sportwagen web

Firestone präsentiert den neuen Sommerreifen Firehawk Indy 500 V2 für den US-Markt

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Firestone präsentiert den neuen Firestone Firehawk Indy 500 V2 für den amerikanischen Markt. Der Ultra-High-Performance-Sommerreifen markiert die nächste Entwicklungsstufe der Firehawk-Reihe und sei konsequent auf sportliche Performance, präzises Handling und Alltagstauglichkeit ausgelegt worden. Im Vergleich zum bisherigen Firehawk Indy 500 sei der Reifen technisch umfassend überarbeitet und erstmals mit einem neuen Profildesign auf Basis der Enliten-Technologie ausgestattet worden. Damit verbinde der Reifen laut Hersteller hohe Leistungsfähigkeit mit Effizienz und Langlebigkeit.
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Nach „sieben intensiven und ereignisreichen Jahren“ stellt die NeroForce GmbH nun ihren Geschäftsbetrieb ein; der Sanierungsversuch im Zuge des im Sommer begonnenen Insolvenzverfahrens nimmt damit kein positives Ende (Bild: Screenshot)

Druck in der Runderneuerung: NeroForce stellt Geschäftstätigkeit ein

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Der wirtschaftliche Druck, unter dem die Runderneuerungsbranche seit Jahren steht, hat eine weitere Geschäftsaufgabe provoziert. Wie Andreas Vollborth (geb. Müller), geschäftsführender Gesellschafter der NeroForce GmbH (Ulm), erläutert, werde die Gesellschaft „nach sieben intensiven und ereignisreichen Jahren ihre Geschäftstätigkeit einstellen“. Man habe sich zwar seit der Gründung 2019 „erfolgreich in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld behauptet, Marktschwierigkeiten und Krisen überwunden“, so Vollborth, und beschrieb sein Unternehmen als „führenden Anbieter von hochwertigen Rauklingen, Schleifwerkzeugen und anderen Produkten für die Reifenrunderneuerung, die Fördergurtindustrie sowie den professionellen Reifenservice“. Doch die Herausforderungen waren augenscheinlich zu groß, wie im vergangenen Juni die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zeigte.