Wer auf der diesjährigen Steinexpo aufmerksam zugehört hat, konnte eine Mischung aus Skepsis und Zuversicht in Bezug auf die weitere Entwicklung des OTR-Reifen- und Rädermarktes unmöglich überhören. Während gerade die großen Erstausrüstungslieferanten eine Phase der Bodenbildung nach dem Einbruch 2024 wahrnehmen, blicken sämtliche Unternehmen, die zumeist auf dem Ersatzmarkt zuhause sind, eher zurückhaltend auf die Zukunft. Denn die zurückliegende Phase der relativen Schwäche auf Ebene der OE hat zu nicht geringen Ersatzinvestitionen und damit zusammenhängenden Dienstleistungen, etwa der Runderneuerung, geführt, sodass Marktteilnehmer hier auch zuletzt vielfach stabile Verhältnisse kannten. Sollte die volumenstarke Erstausrüstung wieder anspringen, könnte der Ersatzmarkt wieder stärker unter Druck geraten, so die Lesart. Dieser wird derweil zusätzlich herausgefordert durch chinesische und indische Hersteller, die massiv auf den europäischen Markt drängen – eine sich intensivierende Wettbewerbssituation, die sich auch an dem vollen Line-up an Reifen- und Räderherstellern auf der diesjährigen Steinexpo ablesen lässt.