Automotive-Ersatzgeschäft Europa bleibt „einer der attraktivsten Wachstumsmärkte“

Automotive-Ersatzgeschäft Europa bleibt „einer der attraktivsten Wachstumsmärkte“

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Laut einer aktuellen Analyse der Unternehmensberatung Berylls by AlixPartners bleibt der europäische Automotive Aftermarket trotz Transformation der Automobilindustrie einer der attraktivsten Wachstumsmärkte. Demnach soll der Ersatzteilmarkt in Europa von derzeit 198 Milliarden Euro bis 2035 auf rund 270 Milliarden Euro anwachsen. „Mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 3,2 Prozent wächst der Markt deutlich schneller als der Fahrzeugbestand selbst“, sagt Arthur Kipferler, Partner und Managing Director bei Berylls by AlixPartners. Als Haupttreiber der erwarteten Entwicklung zählt er eine kontinuierlich alternde Fahrzeugflotte, steigende Ersatzteilpreise sowie höhere Arbeitskosten im Servicegeschäft auf. Während sich die öffentliche Diskussion weiterhin stark auf Elektromobilität und den Neuwagenmarkt konzentriere, entstünden die größten wirtschaftlichen Potenziale zunehmend im Aftermarket, heißt es. Dabei werden insbesondere Automobile mit einem Alter von mehr als sieben Jahren als wichtiger Profitpool der kommenden Dekade angesehen.
Der „AT#2“ der Delta4x4-Eigenmarke Loder Tire soll eine Traglast von 2.000 Kilogramm pro Rad stemmen können und trotzdem für Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h freigegeben sein (Bild: Delta4x4)

„AT#2“-Profil der Delta4x4-Marke Loder Tire ab sofort lieferbar

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Bei der Offroadmesse Abenteuer & Allrad Anfang Juni hat die Delta Geländesport und Zubehör Handels GmbH erstmals einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert, was nach Unternehmensangaben ab sofort ab Lager auch lieferbar ist: Die Rede ist von dem „AT#2“ genannten Profil der Reifeneigenmarke Loder Tire des Anbieters von Geländewagentuning und Offroadzubehör, der seinen Sitz in Pfaffenhofen an der Glonn hat und im Markt eher unter dem Namen Delta4x4 bekannt ist. Neben dem „AT#1“ ist der neue Reifen damit das zweite Loder-Modell, verfügbar in der Dimension 275/70 R18 und gedacht „speziell für Expeditionsfahrzeuge, schwere Camping-Vans und kompromisslose Offroader“.
Mit im Gepäck zur jüngsten Reifenmesse in Köln hatte das Team von Desk Software nicht nur ihre Branchenlösung „Tyreline“, sondern auch ein neues Tool für Onlineterminvereinbarungen (Bild: NRZ/Christian Marx)

Neues Tool für Onlineterminvereinbarungen mit Werkstatt, Reifenhandel etc.

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Laut der Deutschen Automobiltreuhand GmbH (DAT) bleibt der persönliche Kontakt von Kunden zu ihrer Werkstatt zwar unverzichtbar, doch gleichzeitig würde jeder zweite Pkw-Halter einen Termin für Kundendienst oder Reparaturen online buchen.…
Man habe sich eine „Finanzierung gesichert, die von einer Vielzahl institutioneller Investoren unterstützt wird“, sagt Autodoc, wobei der Teilehändler hinzufügt, dass damit gleichzeitig die „Optionen für einen möglichen Börsengang gestärkt“ würden (Bild: Pexels/Markus Spiske)

Möglicher Börsengang nach wie vor auf der Autodoc-Agenda

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Der Onlineteileanbieter Autodoc hat einen eigentlich geplanten Börsengang schon zweimal abgesagt – gleichwohl ist das Thema wohl nach wie vor auf der Agenda des Unternehmens mit Hauptsitz in Berlin und Aktivitäten in fast 30 Ländern Europas. So ist es zumindest im Zusammenhang mit der ersten institutionellen Kreditfinanzierung in der Geschichte der Hauptstädter zu hören, die sie sich gerade gesichert haben. Zugleich mit der Platzierung eines Term Loan B in Höhe von 530 Millionen Euro begleitet von einer revolvierenden Kreditfazilität in Höhe von 50 Millionen Euro wurde die Autodoc Holding SE als neue Muttergesellschaft der Gruppe gegründet, deren Anteile komplett von der AutoTech GmbH & Co. KG – der Investmentgesellschaft der drei Autodoc-Gründer Alexej Erdle, Max Wegner und Vitalij Kungel – gehalten werden.
Vertikale Preisbindungen führten häufig dazu, dass Verbraucher überhöhte Preise zahlen müssen, begründet Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, das Vorgehen gegen das auf Betreiben zweier Großhandelskunden von Maxxis etablierte System einer „Preismoderation“ bzw. die Margengarantievereinbarungen des Importeurs von Reifen des Herstellers Cheng Shin (Bild: Bundeskartellamt/Bernd Lammel)

„Preismoderation“ – Großhändler vom Bundeskartellamt mit Millionenbuße belegt

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Das Bundeskartellamt hat gegen die Maxxis International GmbH (Dägeling), die Best4Tires Berlin GmbH (Höhr-Grenzhausen) als Rechtsnachfolgerin der 1a Berlin Tyre GmbH & Co. KG und die Reifen Müller GmbH & Co. KG (Hammelburg) sowie einen Verantwortlichen Geldbußen in Höhe von insgesamt 11,9 Millionen Euro verhängt. Den drei Unternehmen wird vorgeworfen, die Preisbildung beim Vertrieb von Reifen der Marken Maxxis und CST auf dem deutschen Reifengroßhandelsmarkt eingeschränkt zu haben. Bei der Bußgeldzumessung sei mildernd berücksichtigt worden, dass die Dägelinger und die Höhr-Grenzhausener bei der Aufklärung des Sachverhaltes mit dem Bundeskartellamt kooperiert haben, laut dem zumindest Maxxis International und die Hammelburger einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung (Settlement) zugestimmt haben. Die Bußgeldbescheide seien jedoch gleichwohl noch nicht rechtskräftig: Gegen sie kann noch Einspruch eingelegt werden, worüber das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden sowie dann den Tatvorwurf in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht überprüfen würde. [caption id="attachment_349770" align="aligncenter" width="1500"]Über solche mit Best4Tires Berlin und Reifen Müller hinaus soll die Maxxis International GmbH Margengarantievereinbarungen mit noch neun anderen Reifengroßhändlern geschlossen haben, von denen einer dann wohl das Kartellverfahren ins Rollen gebracht hat (Bild: NRZ/Christian Marx) Über solche mit Best4Tires Berlin und Reifen Müller hinaus soll die Maxxis International GmbH Margengarantievereinbarungen mit noch neun anderen Reifengroßhändlern geschlossen haben, von denen einer dann wohl das Kartellverfahren ins Rollen gebracht hat (Bild: NRZ/Christian Marx)[/caption]
Cevhers neue Aftermarket-Rädermarke Ores soll von der erstausrüstungsorientierten Produktionskultur des Anbieters, seinen Qualitätssystemen und seiner technischen Expertise profitieren (Bilder: Cevher)

Räderhersteller Cevher bringt neue Marke Ores in den Aftermarket

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Die NEUE REIFENZEITUNG hat bei der Reifenmesse „The Tire Cologne“ in Köln das Gespräch mit dem türkischen Aluminiumguss- und Räderhersteller Cevher gesucht. Zumal dieser eine neue Leichtmetallradmarke Ores für das Ersatzgeschäft auflegt. Sie wurde demnach entwickelt, um die langjährige Erfahrung des Anbieters in der OEM-Radproduktion in das Aftermarket-Segment zu überführen – mit besonderem Fokus auf Deutschland und den weiteren europäischen Markt.
Mit seinem Empfehlungsprogramm will Check24 eigenen Worten zufolge einerseits Werkstätten unterstützen, neue Kunden zu gewinnen, sowie andererseits „Verbrauchern den Zugang zu transparenten Werkstattleistungen erleichtern“ (Bild: Check24)

Empfehlungsprogramm: Check24 startet „Werkstatt wirbt Werkstatt“

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Die Vergleichsplattform Check24 erweitert ihr Angebot rund ums Auto. Einerseits gehört zu den Neuerungen ein für Endverbraucher gedachter Werkstattvergleich, mittels dem die Services dort gelisteter Kfz-Betriebe online verglichen werden können samt der Möglichkeit, dann direkt auch einen Termin zu buchen und die ausgewählte(n) Leistung(en) bereits vor dem Werkstattbesuch zu bezahlen. Andererseits möchte man mit dem Empfehlungsprogramm „Werkstatt wirbt Werkstatt“ bestehende Partner dabei einbinden, das Check24-Werkstattnetzwerk beschleunigt weiter auszubauen. Gleichzeitig wolle man so „weiteren Betrieben den Einstieg in die digitale Kundengewinnung erleichtern“ bzw. ihnen helfen, auf diesem Wege Potenzial zu erschließen. Für jede erfolgreich geworbene Werkstatt wird eine gestaffelte Prämie in Höhe von bis zu 1.000 Euro versprochen.
Wurde das Modell im Frühjahr schon angekündigt, nimmt Barracuda-Vertriebspartner JMS ab sofort auch Bestellungen für das jetzt verfügbare „Senzzo“-Rad entgegen (Bild: JMS Fahrzeugteile)

„Senzzo“-Rad der Marke Barracuda jetzt verfügbar

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War das „Senzzo” genannte Barracuda-Rad im Frühjahr schon angekündigt worden, ist es jetzt auch im Markt verfügbar. Als Vertriebspartner von Leichtmetallrädern dieser Marke nimmt die JMS Fahrzeugteile GmbH insofern ab sofort Bestellungen…
„Offenbar opfert die Kommission jegliche Standards zugunsten billiger Importe, seien es Menschenrechte, Umweltrechte oder europäische Industrieproduktion“, empfindet es WdK-Präsident Michael Klein als bizarr, dass „völlig überraschend“ zwei Warengruppen aus dem EUDR-Anwendungsbereich gestrichen wurden (Bild: WdK/Boris Trenkel)

Schuss ins eigene Knie der EU-Kommission bei der EUDR angeprangert

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Im Namen der von ihm vertretenen mehr als 200 Branchenunternehmen mit in Summe mehr als 60.000 Beschäftigten und einem Gesamtjahresumsatz von zuletzt knapp 10,5 Milliarden Euro kritisiert der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WdK), dass die EU-Kommission mit weiteren Ausnahmen in Sachen der Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten EUDR (European Union Deforestation Regulation) ihre eigenen Umweltziele untergrabe und zugleich der europäischen Kautschukindustrie schade. Demnach sind nach zuvor schon runderneuerten Reifen seitens der Politik – wie es heißt – „völlig überraschend“ Mitte Juli zwei Warengruppen aus dem Anwendungsbereich der EUDR gestrichen worden: Förderbänder, Antriebsriemen oder Riemen aus vulkanisiertem Kautschuk sowie sonstige Waren aus vulkanisiertem Kautschuk. Warum ist das, was dem WdK zufolge damit begründet wurde, dass diese Erzeugnisse häufig nur geringe Mengen Naturkautschuk enthielten, ein Problem? Erstens sei die Erklärung der EU-Kommission sachlich nicht zutreffend, erklärt dazu WdK-Präsident Michael Klein, wobei er zweitens noch ergänzt, dass „damit dem Import von vergleichbaren Fertigwaren aus China und anderen Drittstaaten unnötig Tür und Tor“ geöffnet werde. Denn entsprechende Produkte könnten nun ohne EUDR-Nachweispflichten in die Europäische Union eingeführt werden.