Das 15-köpfige Board of Directors von Pirelli darf künftig nur noch drei statt bisher neun von Großaktionär Sinochem benannte Direktoren umfassen (Bild: Pirelli)

Italienische Regierung beschneidet Einfluss von Sinochem auf Pirelli weiter

Um die operative Unabhängigkeit Pirellis von seinem chinesischen Großaktionär zu wahren, hat die Regierung Italiens nun neue Beschränkungen im Rahmen des Golden-Power-Dekrets verhängt. Wie der Reifenhersteller dazu am vergangenen Wochenende berichtet, dürfe Sinochem nur noch bis zu drei Direktoren für das 15-köpfige Board of Directors benennen, solange der Anteil an Pirelli höher ist als 9,99 Prozent. Aktuell hält der chinesischen Staatskonzern 34,1 Prozent der Aktien und hat neun Direktoren benannt. Und keiner dieser drei Direktoren dürfe eine exekutive Funktion oder den Vorsitze in Ausschüssen übernehmen.
Motorrad-Leserfavoriten in Sachen Reifen

Erneut „nur“ Wachwechsel bei den Motorrad-Leserfavoriten in Sachen Reifen

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Seit 28 Jahren lässt die Zeitschrift Motorrad im Rahmen der Wahl zum Motorrad des Jahres ihre Leser auch deren Lieblingsmarken rund ums motorisierte Zweirad küren. In diesem Jahr konnten sie in insgesamt 23 Kategorien angefangen bei A wie Action Cams bis hin zu Z wie Zubehör/Umbauten ihr Votum abgeben, darunter nicht zuletzt in Sachen (Motorrad-)Reifen. Dabei haben die knapp 47.000 Teilnehmer in dieser Teildisziplin wieder fast genauso abgestimmt wie im Jahr zuvor.

Resilienz und 15 Millionen Räder: Wie Borbet den Standort Deutschland verteidigt

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Wie steuert man einen der weltweit führenden Räderhersteller durch die perfekten Stürme aus Energiekrise, Lieferkettenchaos und wachsendem Wettbewerbsdruck? Borbet-CEO Burkhard Plett gibt im Gespräch Einblicke in die Strategie des Sauerländer Traditionsunternehmens. Mit einer beeindruckenden Schlagzahl von 14,5 bis 15,0 Millionen produzierten Rädern pro Jahr behauptet sich Borbet zwar als echtes Schwergewicht, doch die Herausforderungen sind gewaltig. Plett spricht über den „Spagat“ zwischen hocheffzienter Produktion in Deutschland und den regulatorischen Hürden aus Berlin und Brüssel. Warum Flexibilität der entscheidende Vorteil gegenüber der Konkurrenz aus Fernost ist, was sich hinter dem Modewort „Green Aluminium“ wirklich verbirgt und warum Gerüchte um chinesische Übernahmen ein Dauerbrenner in der Branche bleiben.
Wie seine Geschwister „Powergy Winter“ (von links) allein für die kalte Jahreszeit oder „Powergy All Season SF“ für den ganzjährigen Einsatz ist laut Pirelli auch der neue Pkw-Sommerreifen „Powergy 2“ der Produktreihe mit Blick auf „urbane Mobilität“ entwickelt worden (Bilder: Pirelli)

Höchste Effizienz für Pirellis neuen „Powergy 2“ versprochen

Genauso wie seine Geschwister „Powergy Winter“ allein für die kalte Jahreszeit oder „Powergy All Season SF“ für den ganzjährigen Einsatz ist laut Pirelli auch der neue Pkw-Sommerreifen „Powergy 2“ der entsprechenden Produkfamilie für „urbane Mobilität“ vom täglichen Arbeitsweg bis zur längeren Fahrt sowie „höchste Effizienz“ entwickelt worden. Mit Blick auf Letzteres verweist der Anbieter auf den reduzierten Rollwiderstand des Profils: Herstellerangaben zufolge sind alle zum Produktlaunch verfügbaren Ersatzmarktgrößen des Modells in der betreffenden Kategorie des EU-Reifenlabels in die Klasse „B“ eingestuft, während seine Bewertungen hinsichtlich der Labelkategorien Nasshaftung und Abrollgeräusch je nach spezifischer Größe variieren könnten. Gegenüber dem vor fünf Jahren eingeführten Vorgänger „Powergy“ wird für den Neuen zudem eine verbesserte Laufleistung versprochen.

Premiere in Leipzig: Grasdorf und Pneuhage präsentieren sich gemeinsam auf der Agra

Erstmals stellen Grasdorf und Pneuhage gemeinsam bei der Landwirtschaftsausstellung Agra vom 9. - 12. April in Leipzig aus. Auf dem 218 Quadratmeter großen Stand F2G08/09 auf dem Freigelände 2 finden Besucher die geballte AS-Räder- und Reifenkompetenz der Pneuhage- Gruppe. Beide Unternehmen schätzten die Messe bereits in der Vergangenheit als Plattform zur Pflege und Anbahnung von Kundenkontakten. Nun verbindet der Gemeinschaftsstand die Kompetenzen der Unternehmen als Großhandel und Räderfertiger sowie als Servicedienstleister.
Als Direktor der Koelnmesse ist Ingo Riedeberger für die Ausrichtung der The Tire Cologne verantwortlich; der Messemacher will mit der Anfang Juni wieder in Köln stattfindenden Leitmesse Impulse in verschiedene Richtungen setzen, wobei die Themen Zirkularität und Services im Mittelpunkt stehen (Bild: NRZ/Arno Borchers)

Die Tire Cologne als Leitmesse „bildet die Branche realistisch ab“

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Vom 9. bis 12. Juni findet in Köln wieder die The Tire Cologne statt. Die Leitmesse der Reifenbranche folgt dabei kontinuierlich auch den Veränderungen im Reifenmarkt und spiegelt diese mit ihrem Angebot. Es gehe heute darum, Themen zu setzen, Orientierung zu geben und Entwicklungen einzuordnen, sagt Ingo Riedeberger im NRZ-Interview. Dem Koelnmesse-Direktor zufolge zeichne sich dabei ein überaus breites Teilnehmerfeld ab – von Premium- bis Budget und über die gesamte Produktpalette hinweg.

Dieser Beitrag ist außerdem in der Januar-Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG erschienen, die hier als E-Paper erhältlich ist. Sie sind noch kein Leser? Kein Problem. Das können Sie hier ändern.
Apollo Tyres konnte sein jüngstes EcoVadis-Nachhaltigkeitsrating noch einmal deutlich steigern und liegt nun kurz vor dem Erreichen der Schwelle zur Platin-Einstufung (Bild: Apollo Tyres)

Apollo Tyres legt beim Nachhaltigkeitsrating noch einmal nach

Im vergangenen Jahr konnte sich Apollo Tyres beim jährlichen Nachhaltigkeitsrating von EcoVadis erstmals über einen Award in Gold freuen; die Gesamtleistungsbewertung hatte 76 von 100 Punkten ergeben, womit das aus Indien stammende Unternehmen zu den besten fünf Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen zählte. In der jüngsten EcoVadis-Bewertung konnte Apollo Tyres hingegen noch einmal zulegen und kam auf nunmehr sogar 84 von 100 Punkten, womit der Reifenhersteller wiederum zu besten zwei Prozent der vom weltweit größten Anbieter von Nachhaltigkeitsratings begutachteten Unternehmen gehörte, und Apollo Tyres konnte seine Gold-Einstufung insofern noch einmal deutlich untermauern und steht damit kurz vor einer Platin-Einstufung. Diese gibt es für Unternehmen, die zum besten ein Prozent gehören.
Der Reifenhersteller Sailun – mittlerweile weltweit aktiv – kommt aus der ostchinesischen Metropole Qingdao, was bereits direkt nach der Landung am örtlichen Flughafen nicht mehr zu übersehen ist (Bild: NRZ/Arno Borchers)

Sailun: Sind auf dem Weg, ein Premiumhersteller zu werden

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Sailun gehört mittlerweile nicht nur zu den zehn größten Reifenherstellern der Welt. Das chinesische Privatunternehmen gehört vor allem auch zu den ambitioniertesten. Ambitionen, die weit mehr sind als marketinggesteuerte Gedankenspiele, wie ein Umsatzwachstum von 884,7 Millionen Euro bzw. 26,7 Prozent im Geschäftsjahr 2024 dokumentierten – wohlgemerkt: ohne Übernahmen. Dennoch blieb der 2002 gegründete Hersteller bisher zumeist unterhalb des öffentlichen Radars. Bis jetzt. Nachdem Sailun bereits europäischen Handelspartnern gelegentlich den Blick hinter die Kulissen in China gewährte, folgte Ende November nun die Fachpresse. Diese erfuhr bei einem Ortsbesuch nicht nur viel über den bisherigen Weg des Unternehmens und dessen Ziele für die Zukunft. Sie erfuhr vor allem auch, inwiefern Sailun als Teil eines Netzwerks bestehend aus rund 150 Unternehmen in seiner Entwicklung hin zum Premiumanbieter profitiert.

Dieser Beitrag ist außerdem in der Dezember-Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG erschienen, die hier als E-Paper erhältlich ist. Sie sind noch kein Leser? Kein Problem. Das können Sie hier ändern.
Das Technik Museum Speyer verlängert seine Sonderausstellung „Legenden auf Rädern – Pioniergeist, Innovation, Tradition“ bis November und zeigt mit seinem Fokus auf Mercedes-Benz Unimog neue Exponate (Bild: Mercedes-Benz Trucks)

Technik Museum Speyer verlängert Sonderausstellung mit Fokus auf Mercedes-Benz Unimog

Das Technik Museum Speyer verlängert die Sonderausstellung „Legenden auf Rädern – Pioniergeist, Innovation, Tradition“ bis zum 8. November 2026 – ursprünglich sollte sie im März enden – und ändert sie um neue Inhalte. Seit dem 21. Dezember 2024 zeigt die Ausstellung historische und moderne Nutzfahrzeuge aus mehr als einem Jahrhundert Entwicklung des Straßengüterverkehrs. Mit der Verlängerung rückt das 80-jährige Jubiläum des Mercedes-Benz Unimog in den Mittelpunkt. Das Museum gestaltet die Präsentation mit anderen Exponaten um und vertieft Einblicke in die Geschichte dieses vielseitig einsetzbaren Fahrzeugs. Die Verlängerung erfolgt als eine von mehreren Aktivitäten von Mercedes-Benz Classics im Rahmen des Jubiläumsjahres „130 Jahre Lkw“.